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c't-Video Teil 2: So richtet ihr einen MeshCore-Repeater ein

Ende September haben wir euch das Grundlagenvideo der c't zu MeshCore vorgestellt. Jetzt hat das Technikmagazin von heise nachgelegt: In „MeshCore beim Blackout: So kommen eure Nachrichten wirklich weit“ zeigt c't-Redakteur Andrijan Möcker in rund 14 Minuten, wie man einen Repeater flasht, einrichtet und für den Dauerbetrieb optimiert.

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Die Ausgangslage beschreibt das Video treffend: LoRa klingt nach Funk bis zum Horizont, zwischen Gebäuden, Bäumen und Hügeln endet eine Direktverbindung aber oft schon nach wenigen Straßen. Ohne gut platzierte Repeater bleiben Companions kleine, voneinander getrennte Funkinseln.

Was das Video behandelt

  • 1:07 Nutzen von Repeatern
  • 2:11 Firmware installieren / Flashen
  • 3:13 Konfigurator öffnen
  • 4:49 Einstellungen im Konfigurator
  • 9:41 Advanced Settings
  • 13:12 App / Remote Management
(Von 3:42 bis 4:49 läuft ein Werbeblock.)

Die wichtigsten Punkte

Jedes Gerät kann Repeater sein. Nicht nur Solar-Nodes auf dem Dach: Wer im Erdgeschoss keinen Empfang hat, am Dachboden aber schon, kann dort ein beliebiges MeshCore-Gerät mit Powerbank als Repeater aufstellen und so die eigene Wohnung ans Netz anbinden. Flashen läuft über den MeshCore-Flasher wie beim Companion, nur mit der Rolle *Repeater* statt *Companion Bluetooth*. Bei nRF52-Geräten zuerst *Enter DFU Mode*, dann *Erase Flash*; bei ESP32-Geräten gibt es dafür eine Checkbox direkt bei der Installation. Konfiguriert wird per USB, nicht per Bluetooth: über den Button nach dem Flashen oder direkt unter config.meshcore.io. Admin-Passwort setzen, maximal 15 Zeichen, alles darüber wird abgeschnitten. Optional ein Gästepasswort, mit dem andere nur Statistiken lesen können. Zusätzlich lässt sich unter *Access Control* der Public Key des eigenen Companions als Admin eintragen, dann klappt der Fern-Login ohne Passwort. Das Passwort trotzdem sicher aufbewahren: Geht der Companion verloren, kommt man sonst nur noch per USB an den Repeater. Funk: Preset *EU/UK (Narrow)*, nicht die 433-MHz-Variante. Unter *Frequency* muss 869,618 MHz stehen, den Duty Cycle auf 10 % setzen. Adverts sparsam: Companions müssen einen Repeater nicht kennen, damit er ihre Pakete weiterleitet. Jedes Advert belegt Sendezeit, die für Nachrichten fehlt. Der Zero-Hop-Advert (60–240 min) erreicht nur Geräte in direkter Reichweite, der Flood-Advert wird durchs ganze Netz geflutet und sollte entsprechend selten kommen. Hop-Grenzen und Regionen: Mit *Flood Max* (für Pakete mit und ohne Region sowie speziell für Adverts) lässt sich begrenzen, wie weit gereiste Pakete der Repeater noch weiterleitet. Wer Regionen nutzt, muss alle Regionen eintragen, die der Repeater weiterleiten soll; Pakete mit unbekannter Region werden verworfen. Pfad-Hash 2 Byte: Jeder Repeater schreibt den Anfang seines Public Keys ins Paket. Bei nur einem Byte wiederholen sich diese Kennungen bald, und Repeater können Schleifen nicht mehr sicher erkennen. Mit 2 Byte gibt es deutlich mehr Kombinationen, maximal sind dann noch 32 Hops möglich. AGC-Reset und RX Boosted Gain: Ein regelmäßiger AGC-Reset hilft, wenn starke Signale (etwa nahe Mobilfunkmasten) den Empfänger kurz „taub“ machen. Auf ruhigen Bergstandorten kann man zusätzlich den Empfangsverstärker (*RX Boosted Gain*) einschalten, das kostet etwas mehr Strom. TX Delay nach Höhe staffeln: Der Faktor bestimmt, wie lange ein Repeater vor dem Weitersenden zufällig wartet. Niedrige Repeater senden zuerst, hohe füllen danach die Lücken und stellen die Weitverbindungen her. Zum Schluss: *Save Settings*, nach dem Neustart *Send Advert*, und die Einstellungen exportieren, damit man sie nach einem missglückten Update wiederherstellen kann. In der App den Repeater unter *Discover Contacts* hinzufügen; über das Remote Management lässt er sich danach per Funk warten. Das ist langsam, weil auch diese Daten mit der geringen Datenrate des Mesh übertragen werden.

Die Werte aus dem Video im Überblick

  • Preset: EU/UK (Narrow), 869,618 MHz – wie bei uns: set radio 869.618,62.5,8,8
  • Duty Cycle: 10 % – wie bei uns: set dutycycle 10
  • Zero-Hop-Advert: 60–240 min oder 0 – wir empfehlen 240 min: set advert.interval 240
  • Flood-Advert: 96 h – wir empfehlen 48 h: set flood.advert.interval 48
  • Pfad-Hash: 2 Byte – wie bei uns: set path.hash.mode 1
  • Flood Max ohne Region: z. B. 6 Hops in der Großstadt – keine eigene Empfehlung
  • AGC-Reset: 12 s – keine eigene Empfehlung
  • TX Delay: 0,5 am Dachboden, 1 auf hohen Gebäuden, 2 am Berg – bei uns bisher Werkswert 0,5
Beim Flood-Advert weicht das Video von unserer Empfehlung ab. Beide Werte sind vertretbar: Längere Intervalle sparen Sendezeit, kürzere machen neue Repeater schneller bekannt. Unsere Empfehlungswerte stimmen wir gemeinsam mit Leuten aus den Bundesländern ab, damit das Netz in ganz Österreich einheitlich läuft. Für Hop-Grenzen, AGC-Reset und TX-Delay-Staffelung gibt es bei uns noch keine eigene Empfehlung; die Werte aus dem Video sind ein guter Ausgangspunkt, sprecht euch aber am besten mit den Repeater-Betreibern in eurer Gegend ab.

So geht's in Österreich weiter

Fragen zu Standort oder Einstellungen? In unseren Community-Kanälen helfen erfahrene Repeater-Betreiber gerne weiter.