Ein Repeater erweitert das österreichische Mesh-Netz: Er empfängt Pakete und sendet sie weiter, sodass mehr Funkstrecken überbrückt werden. Diese Anleitung beschreibt, wie du selbst einen Repeater aufstellst.
1 — Hardware wählen
Für stationäre Repeater eignen sich Boards mit niedrigem Stromverbrauch und guter HF-Performance: Heltec LoRa V3, RAK4631 oder RAK19007 + RAK4630. Eine externe Antenne (mind. 3 dBi Stab oder Yagi für Punkt-zu-Punkt) ist Pflicht — ohne externe Antenne reicht ein Repeater kaum weiter als ein Companion. Details in der Hardware-Übersicht.
2 — Firmware flashen
Die schnellste Variante ist unser WiFi-Flasher oder der offizielle Flasher. Für Repeater die Repeater-Firmware wählen (nicht Companion). Beim Flashen das Board per USB an einen Chrome- oder Edge-Browser anschließen.
3 — Konfiguration
Nach dem Flashen verbindet sich der Repeater per BLE oder seriell. Die Mindest-Einstellungen:
- Region/Frequenz: EU868 (869.525 MHz) — andere Werte sind in Österreich nicht zulässig
- Sendeleistung: max. 14 dBm (25 mW ERP), Duty Cycle max. 1 %
- ADV-Name: klar erkennbar, z. B.
RPT-Wien-Kahlenberg - Spreading Factor: SF11 (Standard im AT-Netz)
4 — Standort wählen
Der Standort entscheidet 90 % der Reichweite. Faustregeln:
- Möglichst hoch (Dachboden, Hügel, Berg) und mit freier Sicht in mehrere Richtungen
- Antenne vertikal montieren, nicht in Metall einpacken
- Mindestabstand 50 cm zu großen Metallflächen (Dach, Lüftung)
- Bei Yagi-Antennen: in Richtung Lücke im Netz ausrichten — die Live-Karte zeigt, wo Nodes fehlen
5 — Stromversorgung
Drei Varianten haben sich bewährt:
- Netz: einfach, aber bei Stromausfall offline — perfekt zum Testen
- Akku + Solar: ein 6-W-Solarpanel mit 5–10 Ah LiFePO4-Akku trägt einen Repeater autonom durchs Jahr (Verbrauch ca. 30–60 mA Dauer-RX)
- USB-Powerbank mit Solar: Bastel-Variante, weniger zuverlässig im Winter
6 — Eintragen ins Netz
Nach dem Aufstellen sendet dein Repeater automatisch Adverts und ist nach wenigen Minuten auf der Live-Karte sichtbar. Melde dich gerne im Telegram-Chat — andere Operator helfen bei Antennenwahl, Standortabstimmung und Diagnose.